Informationsveranstaltung für Anlieger

Am gestrigen Mittwochabend (14.05.) fand um 18.00 Uhr eine Informationsveranstaltung zum Erweiterungsbau für die direkten Anlieger rund um den Feuerwehrstandort im Rahser statt.

Die Wehrführung stand gemeinsam mit dem Löschzugführer und der Löschgruppenführung sowie Vertretern aus der Politik für die Fragen und Sorgen der Anwohner bereit.

In der Sektion Rahser hatten bereits die wildesten Gerüchte die Runde gemacht, um wie viele Fahrzeuge, wie viele neue Kräfte der Standort erweitert würde. Außerdem stand die Frage im Mittelpunkt, wie viele der bereits ohnehin schon knappen Parkplätze der Ausfahrt „zum Opfer“ fallen würden.

Letztere lässt sich – wie unser Wehrführer Frank Kersbaum mitteilte – zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend klären. Die hängt unter anderem mit dem noch zu beschaffenden neuen Fahrzeug (geplant für 2017) zusammen.

Beide Seiten zeigten sich verständnisvoll und es wurde versichert, dass sobald neue Erkenntnisse zur Parkplatzsituation vorlägen, diese auch zeitnah an die Betroffenen weiter gegeben würden.

HINTERGRUND: Sachverhalt
Zur Zeit besteht das Feuerwehrgerätehaus an der Regentenstraße lediglich aus einer an die Grundschule angebaute Garage mit einer Länge von 12m in der ein Löschgruppenfahrzeug (LF8) und ein Mannschaftstransportwagen (MTF) hintereinander Platz finden. Die Größe entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben, alle nötigen Mindestabstände werden nicht eingehalten, Sitzmöglichkeiten einschließlich Küchenzeile befinden sich unmittelbar neben den Fahrzeugen. Die Abgase der Fahrzeuge verbleiben damit zwangsläufig im Aufenthaltsbereich der Kameraden. Der Einstieg zu den Fahrzeugen ist nur außerhalb der Garage möglich. Das Gerätehaus bietet keinerlei Umkleidemöglichkeiten, Aufenthaltsräume oder entsprechende sanitäre Anlagen. Eine WC-Anlage wird sowohl von der angrenzenden Grundschule als auch von den Einsatzkräften der Feuerwehr genutzt. Der Zugang zum Gerätehaus erfolgt nur durch das Garagentor.

Ziel der Planung ist die Trennung der Gebäude für Schule und Feuerwehr, um jeweils eigenständige Immobilien herzustellen. Innerhalb der Schule muss lediglich der Notausgang auf die rückwärtige Seite verlegt werden und die Installation einer mechanischen Lüftung in den WC-Anlagen erfolgen. Das Gerätehaus kann somit auf der Längsseite um eine Stellplatzfläche für ein Löschgruppenfahrzeug heutiger Bauart erweitert werden. Benötigte WC-Anlagen und ein Sozialraum sind nach einem Teilabbruch zwischen den künftigen Fahrzeugstellplätzen vorgesehen.
(…)

Warum wird der Standort erhalten und findet keine „Verlegung“ zur Hauptwache auf der Gerberstraße statt?

Der Brandschutzbedarfsplan der Stadt Viersen (letzte Fortschreibung 2011) orientiert sich an den gesetzlichen Vorgaben des Landes NRW. Darin niedergeschrieben sind sogenannte Schutzziele. Diese besagen, dass die Stadt Viersen dazu verpflichtet ist innerhalb von 8 Minuten nach der Alarmierung mit 10 Einsatzkräften vor Ort sein muss und nach weiteren 5 Minuten mit weiteren 6 Einsatzkräften am Einsatzort sein muss.

Zielsetzung bis 2011:

Auflösung des Standortes und Zusammenlegung am Standort Gerberstraße

Aufgrund gestiegener Verfügbarkeit und gewonnener Bedeutung in Bezug auf personelle Unterstützung für Alt-Viersen gegenüber dem alten Brandschutzbedarfsplan erfolgt eine neue Bewertung.

Empfehlung nach Brandschutzbedarfsplan 2011:

Einheit in separatem Feuerwehrhaus belassen, jedoch aufgrund der baulichen Mängel in einem neuen funktionalen kompakten Feuerwehrhaus.

Der Standort Rahser wird in Abweichung zum alten Brandschutzbedarfsplan zwecks Konservierung der Verfügbarkeit der freiwilligen Kräfte erhalten.

Die Ampelsteuerung für den Löschzug der hauptamtlichen Wache hat Negativ-Auswirkungen auf die freiwilligen Kräfte in einem Umfang, der beim Bau der Wache noch nicht absehbar war. Hierzu kommt eine allgemeine Zunahme der Verkehrsdichte, was zu einer Erhöhung der Anfahrtszeit der Freiwilligen führt. Durch diese Randbedingungen hat sich in der Praxis der Standort Rahser als sinnvoll erwiesen und sollte nicht, wie 2003 angefacht, in die Hauptwache integriert werden. Dies ist der spezifischen Verkehrsinfrastruktursituation in diesem Bereich von Alt-Viersen geschuldet.

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